Jan 042015
 

Aufrufe zu Anschlägen auf Moscheen in Holland

 

Von HELMUT HETZEL

 

Den Haag. In den Niederlanden wird in den sozialen Medien zu Brandanschlägen auf Moscheen aufgerufen. In zahlreichen Berichten auf verschiedenen digitalen Medien gibt es Beifall für die Brandanschläge auf Moscheen in Schweden und heißt es: ,,Folgt dem schwedischen Vorbild.‘‘ Der Rat der Marokkanischen Moscheen in den Niederlanden (RMMN) ist sehr besorgt. ,,Wir haben alle unsere Moscheen zu verstärkter Wachsamkeit aufgerufen und werden unsere Moscheen nun nachts von Bürgerwachen bewachen lassen,‘‘ kündigte der RMMN-Vorsitzende Aissa Zanzen im niederländischen TV-Sender NOS am Sonntag an. Dem RMMN gehören in Holland 80 marokkanische Moscheen an.

Auch werde die Kamerabewachung der islamischen Gotteshäuser verbessert, kündigte der RMMN an. Außerdem wolle der RMMN gegen die Personen, die in den sozialen Medien zu Brandanschlägen gegen Moscheen aufrufen oder ihre Sympathie für die Anschläge in Schweden bezeugen, Strafanzeige wegen Aufruf zu Hass und Gewalt erstattet, so der RMMN.

Wilders

Aus einer Studie der Universität Amsterdam geht hervor, dass jede dritte Moschee in den Niederlanden Drohbriefe erhält in denen beispielsweise mit Brandstiftung gedroht wird. Auch würden immer mehr Moscheen mit anit-islamischen Losungen besprayt. Vor manche Moscheen würden auch Schweineköpfe geworfen. Einige seien mit Eiern beworfen worden.

In der Studie heißt es, dass unter großen Teilen der niederländischen Bevölkerung eine ,,Anti-Islam-Stimmung‘‘ herrsche und das diese vor allem durch den extremen Islam und durch die hohe Kriminalität unter muslimischen Jugendlichen angeheizt werde.

 

Befördert würde die Anti-Islam-Stimmung in den Niederlanden aber auch durch die Freiheitspartei PVV. Deren Gründer, der Islamkritiker Geert Wilders, wird aber nicht namentlich genannt. Aber es heißt: ,,Viele Bürger sehen den Islam als eine Bedrohung an.‘‘ Auch gebe es im Netz viele Anti-Islam-Webseiten wie etwa die ,,Mosk-Nee‘‘ – keine Moscheen.

 

Auf der anderen Seite aber rufen radikale Muslime in den Niederlanden auf ihren Webseiten ebenfalls zu Anschlägen in den Niederlanden auf. Eine Gruppe dieser muslimischen Extremisten demonstrierte am vergangenen Wochenende sogar vor dem niederländischen Parlament. Sie forderten bessere Haftbedingungen für niederländische Gotteskrieger, die im Irak und in Syrien für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) kämpften und die nach ihrer Rückkehr in die Niederlande verhaftet wurden. Ihnen soll der Prozess wegen Unterstützung einer Terrororganisation gemacht werden. Ein aus Syrien zurück gekehrter Gotteskrieger wurde bereits zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Auch die radikalen muslimischen Demonstranten vor dem Haager Parlament drohten während ihrer Demonstration mit Anschlägen in den Niederlanden. Die Polizei schritt aber nicht ein.

moschee

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  •  January 4, 2015
  •  Posted by at 10:45 am
  •   PRESSE

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